» Überschwemmungen und Blitzfluten in Österreich


Definitionen & Übersicht

Starker Regen ist nicht selten. Ebenso Lagen, die zu kleinräumigen Überschwemmungen führen. Großflächige Überflutungen sind aber in jedem Fall die Ausnahme (wie im August 2002), könnten sich aber durch Klimaänderung & Co zunehmend häufen. Der Niederschlag wird gewöhnlich angegeben in Millimeter pro Stunde (entspricht Liter pro Quadratmeter). Während es bei stratiformem Niederschlag selten mehr als 10mm/h gibt, können heftige Gewitter aber auch über 100mm in nur einer Stunde hervorbringen. Je nach Art des Ereignisses sind auch unterschiedliche Ausprägungen von Überschwemmungen zu erwarten - starker, gewittriger Niederschlag führt zumeist nur zu kleinräumigen Überschwemmungen und Blitzfluten, während lang anhaltende Regenfälle zu großflächigen Überflutungen und Murenabgängen führen können.

Die häufigsten Wetterlagen, bei denen es zu starkem Regen kommt, sind vergleichbar mit den Lagen, die im Winter besonders große Neuschneemengen bringen. Dies wäre also für den Osten ein knapp östlich vorbei ziehendes Balkantief, für den Osten und Südosten das Adriatief, den Süden Genuatief, den Norden und Westen Trogstaulage, sowie für weite Teile Österreichs das Vb -Tief.

Starker Regen kann je nach Intensität und Dauer besonders bei Sachgütern schwere Schäden anrichten - Überschwemmungen und weitreichende Überflutungen können auftreten, ganze Landstriche unter Wasser stehen. Gebäude und Fahrzeuge werden unter Wasser gesetzt, Ernten vernichtet.

Noch ein paar Sätze zu Blitzfluten: Blitzfluten entstehen vorwiegend im Zuge von heftigen Gewittern (oft, aber nicht immer, stationären Superzellen), da nur konvektive Ereignisse in derart kurzer Zeit solch enorme Niederschlagsmengen hervorbringen können. Durch den plötzlichen, intensiven Regen oder Hagelschlag können kleine Rinnsale innerhalb von Sekunden bzw. in Form einer Flutwelle zu reißenden Wildbächen werden und damit nicht nur Hab und Gut, sondern auch Leib und Leben bedrohen. Die größte Gefahr besteht dabei logischerweise im Gebirge bzw. Hügelland, wo die Wassermassen rasch weitergeleitet werden.

Die nun folgende Aufstellung kann nicht als vollständig betrachtet werden und behandelt zudem mangels Daten nur Ereignisse der vergangenen 50 Jahre. Ab 2004 wird eine gesonderte, ausführlichere und jährliche Statistik geführt.