Vor 95 Jahren: die Tornado-katastrophe bei Wiener Neustadt

Nun liegt es bereits 95 Jahre zurück; die Tornadokatastrophe von Wiener Neustadt.
Am 10. Juli 1916 ereignet sich eine der schwersten Tornadokatastrophen in der Geschichte Österreichs. Neben erheblichen Sachschäden kommen auch dutzende Menschen, darunter einige Kinder ums Leben und hunderte wurden verletzt..

F3 Tornado bei Wiener Neustadt im Jahre 1916

Eine der heftigsten Unwetterkatastrophen in der bewegten Geschichte Wiener Neustadts ereignete sich am 10. Juli 1916. Ein Tornado (im Volksmund auch Windhose genannt) zerstörte Teile von Wiener Neustadt schwer.

Bilanz: mehr als 32 Menschen starben, über 328 Verletzte, mehr als 150 Gebäude wurden schwer beschädigt.
Der Tornado wird heute in die Kat. F3/T7 (über 300 km/h) eingestuft. Somit gilt dieser Tornado bis zum heutigen Datum als größter und stärkster Tornado Österreichs! Zudem gilt er für seine Zeit als sehr gut dokumentiert.
Symbolbild

Sowohl die damalige k.k Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik als auch 1 Hobby-Fotograf dokumentierten schon damals aufgrund der Schwere des Ereignisses die Schäden und Beobachtungen.
So ist es auch heute noch nach knapp 95 Jahren möglich, dieses Ereignis näher in Zusammenhang mit dem heutigen Stand der Forschung zu verifizieren. Dies wird in den kommenden Jahren auch durch unsere Seite geschehen.

Die (noch) nicht belegte Annahme ist jene, dass an diesem warmen Sommertag (Tageshöchstwerte um die 34°C) sich im Raum Schneebergland eine heftige Gewitterzelle bildete die aufrund der vorherrschenden starken Scherung eine Mesoyklone ausbildete. Im Raum Dreistetten wurde der erste Bodenkontakt des Tornados festgestellt.

In weiterer Folge zog er, kurzzeitig ohne Bodenkontakt gegen 16:30 nördlich von Bad Fischau vorbei. Dort intensiviert er sich - vermutlich durch das aufgeheizte Steinfeld (Flugplatz, Brachland) stark und zieht weiter auf die Statutarstadt Wiener Neustadt zu. Er überquerte zuerst das Flugfeld, zieht über die Josefstadt und zerstörte eine Lokomotivfabrik stark. Danach löst er sich kurz vor der Leithaau bei Lichtenwörth wieder auf.

Eine genauere Analyse folgt zum Jahrestag des tragischen Tornadoereignis.